- Querschnittsschemata der wichtigsten verwendeten Balken und Stützen
- Ausführung von Stützen und Balken im Haus
- Ausführung von Stützen und Balken im Dachboden
Anforderungen an Transport, Lagerung und Aufbewahrung von Brettschichtholzkonstruktionen (BSH)
- Beim Transport, bei der Stapelung und Lagerung (sowie bei der Montage) von BSH ist der Zustand der Konstruktionen unter Berücksichtigung ihrer Besonderheiten zu überwachen:
- – der Notwendigkeit des Schutzes vor länger andauernder Witterungseinwirkung;
- – dem Schutz des BSH vor mechanischen Schäden, Verschmutzung sowie direkter Nässe und Sonneneinstrahlung beim Verladen, Transport, Entladen und bei der Lagerung;
- – einer möglichst geringen Zahl von Dreh- und Umlegevorgängen beim Verladen, Entladen und bei der Montage.
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Vor der Lieferung von BSH und Zubehör müssen auf der Baustelle ein überdachter Platz oder ein Lagerraum für die Lagerung eingerichtet sein (sofern der Bauablaufplan keine Montage direkt vom Fahrzeug vorsieht).
Hinweis − Für Überdachungen, die Niederschläge und direkte Sonneneinstrahlung vom BSH fernhalten, können Dachbahnen oder Abdichtungsbahnen, Dachbleche u. a. verwendet werden.
Die Überdachungen müssen so ausgeführt sein, dass ablaufendes Wasser und Schlagregen nicht auf die Konstruktionen gelangen. Dabei ist eine ständige Belüftung des BSH sicherzustellen. Der Lagerplatz muss eben sein, an einer trockenen Stelle liegen und eine Ableitung von Grund-, Schmelz- und Regenwasser gewährleisten. Er ist vorab von Gras, Holzspänen und Müll und im Winter von Schnee zu befreien. - Um den „Treibhauseffekt“ zu vermeiden, wird nicht empfohlen, BSH in dichter, dampfundurchlässiger Verpackung zu lagern, die eine ständige Belüftung und Trocknung verhindert.
Hinweis – BSH wird in der Regel in Paketen auf die Baustelle geliefert. Das BSH ist rundum mit Folie umhüllt, wodurch beim Transport eine Durchfeuchtung des Holzes durch Niederschläge ausgeschlossen ist.
Bei falscher Lagerung auf der Baustelle kann die Werksfolie beschädigt und wasserdurchlässig werden. Feuchtigkeit in der Verpackung kann schnell zu Schimmel auf dem Holz führen. - Nach der Anlieferung des BSH auf die Baustelle muss die Werksverpackung von unten geöffnet werden, damit die Konstruktionen belüftet werden und durch eine beschädigte Folie versehentlich eingedrungenes Wasser ablaufen kann.
- Auf der Baustelle sollte BSH in einer Lage nahe der Einbaulage gelagert werden; der Mindestabstand von der Unterkante der Konstruktionen zum Boden muss mindestens 0,5 m betragen.
- Zur Sicherung des BSH bei Transport, Stapelung und Lagerung sind wiederverwendbare oder individuelle Vorrichtungen (Auflager, Schellen, Container, breite weiche Gurte) zu verwenden; an den Auflage- und Berührungsstellen des BSH mit Metallteilen sind weiche Unterlagen und Zwischenlagen anzubringen, und das BSH ist vor Sonneneinstrahlung sowie wechselnder Befeuchtung und Trocknung zu schützen.
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Bei der Lagerung von BSH-Elementen in Stapeln sollten diese auf Zwischenlagen gelegt werden, deren Dicke ein ungehindertes Greifen des Elements mit Lastaufnahmemitteln erlaubt. Die Zwischenlagen werden in allen Lagen streng senkrecht übereinander angeordnet. Die Dicke der Zwischenlagen muss mindestens 30 mm betragen und die Höhe der Anschlagschlaufen und anderer vorstehender Teile der BSH-Elemente um mindestens 20 mm übersteigen. Anzahl und Abstand der Zwischenlagen müssen ein Durchhängen und Verformen der BSH-Elemente ausschließen. Der Stapel wird auf Kanthölzer mit einer Höhe von mindestens 100 mm gelegt und vor Niederschlägen abgedeckt. Das Auflegen von BSH und seinen Elementen direkt auf den Boden sowie das Betreten ist nicht zulässig.
Hinweis − Der Lagerung von BSH auf der Baustelle ist besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Die Konstruktionen dürfen nicht über längere Zeit ungeschützt bleiben, da dies zum Verlust des Aussehens und zur Minderung der Gebrauchseigenschaften führt: Risse und Delaminierung, Beschädigung der Schutzbeschichtung, Einwirkung holzzerstörender Organismen − denn die werkseitige Behandlung des BSH dient seinem Schutz nur für einen relativ kurzen Zeitraum.
1. Querschnittsschemata der wichtigsten verwendeten Balken und Stützen
Brettschichtholzbalken
Vernähte Balken
Hinweis:
* Für alle Balkenquerschnitte mit zusätzlich aufgenagelter Bohle zur Schaffung eines Gefälles der darüberliegenden Konstruktionen.
Vollholz
Zusammengesetzter Querschnitt aus zwei Bohlen
Vernähte Stützen
Anforderungen an Zusammenbau und Montage von Brettschichtholzkonstruktionen
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Mit dem Zusammenbau und der Montage vorgefertigter BSH darf erst begonnen werden, nachdem alle Metallverbindungen nachgezogen, die beim Transport und bei der Lagerung entstandenen Mängel beseitigt und die Einbaustellen von Pfetten, Streben u. a. angezeichnet wurden.
Achtung! Konstruktionen mit Mängeln und Schäden, die beim Transport und bei der Lagerung vorhanden waren oder entstanden sind und auf der Baustelle nicht behoben werden dürfen (z. B. Ablösung von Leimfugen, durchgehende Risse u. Ä.), dürfen nicht montiert werden.
- Die Montage wird fortgesetzt, nachdem die Stelle, die die Projektdokumentation erstellt hat (im Folgenden: Planer), ihre Stellungnahme zur Verwendbarkeit, zur notwendigen Verstärkung oder zum Austausch der beschädigten Konstruktionen abgegeben hat.
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Bei der Montage von BSH sind Maßnahmen zum Schutz vor Witterungseinflüssen zu treffen. Die Zeit zwischen dem Aufstellen der Konstruktionen und dem Eindecken des Daches sollte möglichst kurz sein.
Hinweis – Die Oberseiten der tragenden BSH müssen mit Abdichtungsmaterialien geschützt werden.
2. Ausführung von Stützen und Balken im Haus
Hinweis:
1. Die Stützen mit verstärkten Winkeln KPW-4 (105 × 105 × 90 × 2,5 mm) und Schrauben 6 × 80 mm an den eingenähten Deckenbalken befestigen.
2. Balken und Stützen untereinander mit verstärkten Winkeln KPW-4 (105 × 105 × 90 × 2,5 mm) und Schrauben 6 × 80 mm befestigen.
3. Am Auflager die Balken in Längsrichtung mit einer Metallplatte „T“ und Schlüsselschrauben 6 × 70 mm verbinden.
3. Ausführung von Stützen und Balken im Dachboden
Hinweise:
1. Die Dachbodenstützen mit verstärkten Winkeln KPW-4 (105 × 105 × 90 × 2,5 mm) und Schrauben 3,5 × 41 mm am Rähm befestigen sowie mit Schrauben 6 × 80 mm in die Stütze selbst.
2. Die Dachbodenbalken untereinander mit verstärkten Winkeln KPW-4 (105 × 105 × 90 × 2,5 mm) befestigen.
3. Die Balken mit Balkenschuhen OBR-Z 150 × 150 mm (geschlossen) und Schrauben 6 × 80 mm befestigen.
4. Das Auflagerbrett mit Schrauben 4,2 × 90 mm, 2 Stk. je Verbindung, an den Deckenbalken befestigen.
5. Vor Ort unter Berücksichtigung der Dicke des Balkenschuhs zuschneiden.